
Erste Österreichische Friedensradfahrt 2009!
Ich war mit dabei, von Wien bis Istanbul.
Kurzfristig habe ich mich dazu entschlossen. Drei Wochen vor Reisebeginn hat mich Werner Ertel gefragt, ob ich mitfahren würde. Er war der Initiator der Ersten Österreichischen Friedensradfahrt. Für diese Initiative würde ich jederzeit wieder aufbrechen und habe spontan zugesagt.
Interreligiöse Dialoge standen auf dem Programm. Wir waren ein Team das zusammenwuchs. Ich kannte lediglich meinen Arbeitskollegen Johann Gattringer, und Dr. Josef Mann der früher mein Arbeitskollege war und zur Zeit bei der Kontaktstelle für Weltreligionen wirkt. Sie fuhren die gesamte Strecke von 3750 km von Wien bis nach Jerusalem. Unter http://www.friedensradfahrt.eu/ ist der gesamte Reisebericht nachlesbar.
Eine ungewöhnliche Reise, für den Frieden zwischen den Völkern Israels und Palästina, führte uns durch neun Staaten. Begegnung mit Fremden, anderssprechenden Völkern. Sprachbarrieren sind nicht wirklich von Bedeutung, versteht man die Sprache des Herzens. Die Erfahrung, die ich machte war beeindruckend. Die Gemeinschaft wurde zur Freundschaft.
Die Radfahrt war eine Herausforderung für mich. Nie zuvor habe ich solch eine Reise gewagt. Ich muss gestehen, ich hab's mir schwieriger vorgestellt, als es in Wirklichkeit war. Und vor allem, es war nicht notwendig ein teures Rad für diese Reise zu haben. Was brauche ich wirklich um Gutes in Bewegung zu setzen? Die Technologie, die teuren Produkte? Nein meinen Willen, mein Herz, meine Liebe, mein Leben. Nicht nur davon zu sprechen, danach zu handeln ist für mich wichtig.
Es eröffnen sich Welten, Weltanschauungen die persönlich sind. Was wird uns vor Augen geführt, wie werden wir von den Medien gelenkt? Unser Gesellschaftsbild ist geprägt von Manipulation. Die Menschen hier auf Erden sehnen sich nach Frieden, Geborgenheit, Existenzgrundlage um leben zu dürfen. Was ist notwendig für diese Intention? Bereitschaft, Zeugnis ab zu legen.
Martin Luther King sagte schon: "Der Frieden ist kein Geschenk, er muss erarbeitet werden". Ich träume immer wieder vom Frieden, wie Dom Helder Camera. Er war Legionsfigur in den Favelas in Brasilien. Er gab für die Armen sein Leben. Ein weiser Mensch, der das Evangelium überzeugend lebte und den Menschen in ihrem Elend Licht und Hoffnung schenkte.
Für den Frieden kann man nicht genug tun. Dies war meine Intention an der Friedensradfahrt teil zu nehmen. Würden Verteidigungsminister - Friedensminister sein, die Soldaten entwaffnete Menschen, würden sie den Generälen die Befehle verweigern, könnte die Kriegswirtschaft baden gehen. Die Menschen in Würde und angstfrei leben lassen. Grausamkeit, Gewalt ist mir seit meiner Kindheit zuwider. "Für den Frieden kann man nicht genug tun" ist mein Motto.
Zäzilia Mayr
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